The Zephyr – Dezember 2020
10. Dezember 2020
The Zephyr – Februar 2021
10. Februar 2021
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The Zephyr – Januar 2021

The Zephyr – Januar 2021

Liebe Weggefährtinnen, liebe Weggefährten,

Als Reisende auf dem Sufi-Pfad vereinen uns viele Gemeinsamkeiten.  Wir werden von den in Spiralen aufsteigenden Klängen einer den Geist beflügelnden Musik berührt. Wir finden Erneuerung im täglichen Eintauchen in die Stille. Wir verneigen uns vor dem Strom lichtvoller Führung, der durch alle großen Weisheitstraditionen der Welt fließt. Aber vielleicht am grundlegendsten teilen wir eine Intuition für Verbundenheit: die Erkenntnis, dass wir und alle Wesen innig miteinander verbunden sind, in einem geheimnisvollen Einssein, das jenseits aller Ergründbarkeit liegt und das doch auf jeder Ebene der Schöpfung zum Ausdruck kommt.

Aus dieser Erkenntnis erwächst der Wunsch, auf jede auch noch so kleinste Weise dem Leben des Ganzen zu dienen. Und in dieser magischen und gebrochenen Welt, in der wir uns befinden, gibt es auf Schritt und Tritt eine Gelegenheit, uns selbst wachzurütteln, Zeugnis abzulegen für all das, was sichtbar und unsichtbar gegenwärtig ist, und unsere Hände dem Werk zu widmen, das uns von unseren heiligen Vorfahren, den Freunden Gottes, anvertraut wurde.  

Während ich diese Zeilen schreibe, sind Sie in meinen Gedanken. Ich bin mir der Arten und Weisen gewahr, in denen wir im inneren Raum verbunden sind, auch wenn wir im physischen Raum voneinander entfernt sind. Ich bin eingedenk der Freundschaft, die unsere Leben miteinander verbindet und der Zusammengehörigkeit, die unsere Geister miteinander verknüpft. Möge diese Gefährtenschaft wachsen und fließen und die Tiefen und Höhen des Großen Atems kennen, in dem wir gemeinsam reisen.

Huuuuuu!
Immer der Ihrige,
Pir Zia

Original in Englisch

Dear Companions,

As travelers on the Sufi path, many affinities unite us. We are stirred by the spiraling melodies of spirit-rousing music. We find renewal in daily plunges into silence. We bow to the current of luminous guidance that moves through all of the world’s great wisdom traditions. But perhaps most fundamentally, we share an intuition of interconnectedness: the discernment that we, and all beings, are intimately interrelated in a mysterious oneness that is beyond all fathoming and yet evidenced at every level of creation.

>From this perception comes a desire to be of service, in whatever little way one can, to the life of the whole. And in this magical and broken world in which we find ourselves, there is at every turn an opportunity to shake ourselves awake, to bear witness to all that is visibly and invisibly present, and to give our hands over to the work entrusted to us by our sacred ancestors, the friends of God.  

As I write these lines, you are in my thoughts. I am mindful of the ways in which we are joined in inner space even while apart in physical space. I am attentive to the friendship that intertwines our lives, and the common allegiance that mingles our spirits. May this companionship grow, and flow, and know the depths and heights of the Great Breath in which we travel together.

Huuuuuu!
Yours ever,
Pir Zia